Grundausstattung: Was in jede Reiseapotheke gehoert
Unabhaengig vom Reiseziel sollte eine Reiseapotheke bestimmte Basismedikamente enthalten, die haeufige Beschwerden abdecken:
Schmerz- und Fiebermittel: Ibuprofen oder Paracetamol sind vielseitig einsetzbar bei Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Fieber und leichten Entzuendungen. Packen Sie ausreichend fuer die gesamte Reisedauer ein.
Mittel gegen Magen-Darm-Beschwerden: Reisedurchfall ist eine der haeufigsten Beschwerden. Loperamid stoppt akuten Durchfall, Elektrolytloesungen gleichen den Fluessigkeitsverlust aus. Bei bakteriellem Durchfall kann ein Notfall-Antibiotikum sinnvoll sein.
Wundversorgung: Pflaster, sterile Kompressen, Desinfektionsmittel und eine elastische Binde fuer kleinere Verletzungen. In tropischen Regionen infizieren sich Wunden schneller, daher ist sorgfaeltige Desinfektion besonders wichtig.
Sonnenschutz und Insektenschutz: Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und Insektenschutzmittel mit DEET oder Icaridin. In Malariagebieten sind impraegnierte Moskitonetze zusaetzlich empfehlenswert.
Persoenliche Dauermedikation: Nehmen Sie immer ausreichend Vorrat Ihrer regelmaessigen Medikamente mit, plus eine Reserve fuer Verzoegerungen. Fuehren Sie den aerztlichen Befund und die Rezeptkopie mit.
Reisedurchfall: Die haeufigste Reisekrankheit
Reisedurchfall (Reisediarrhoee) betrifft bis zu 50 Prozent aller Reisenden in tropische Laender. Ursachen sind meist bakterielle Erreger (E. coli, Salmonellen, Shigellen), seltener Viren oder Parasiten.
Vorbeugung: Die Grundregel lautet: Kochen, Schaelen, Desinfizieren oder darauf verzichten. Trinken Sie nur abgefuelltes oder abgekochtes Wasser, vermeiden Sie Eiswuerfel und waschen Sie Obst und Gemuese gruendlich.
Behandlung: Bei leichtem Durchfall genuegen Fluessigkeitszufuhr und Elektrolytloesungen. Loperamid kann die Symptome lindern, bekaempft aber nicht die Ursache. Bei schwerem oder blutigem Durchfall, Fieber oder anhaltenden Beschwerden ueber drei Tage sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Standby-Antibiotikum: Fuer Reisen in Regionen mit hohem Durchfallrisiko kann der Arzt ein Notfall-Antibiotikum (haeufig Azithromycin oder Ciprofloxacin) verschreiben, das bei schweren Verlaeufen eigenstaendig eingenommen werden kann. Dieses Standby-Antibiotikum ist verschreibungspflichtig und sollte vorab organisiert werden.




