Überblick
In diesem Abschnitt erhalten Sie einen Überblick über das Krankheitsbild und seine Relevanz für Ihre Gesundheit.
Die Schilddrüse steuert mit ihren Hormonen viele Stoffwechselprozesse im Körper. Produziert sie zu wenig Hormone, spricht man von einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose). Die Beschwerden entwickeln sich oft langsam und werden zunächst nicht klar zugeordnet.
Typische Symptome sind Müdigkeit, Gewichtszunahme, Kälteempfindlichkeit oder trockene Haut. Unbehandelt kann eine Hypothyreose den Alltag erheblich beeinträchtigen und langfristig gesundheitliche Folgen haben.
Die gute Nachricht: Schilddrüsenunterfunktion lässt sich in der Regel sehr gut behandeln. Mit dem Ersatzhormon L-Thyroxin können Hormonwerte normalisiert und Symptome deutlich verbessert werden – auch nach ärztlicher Prüfung im Rahmen einer Online-Konsultation.
Was ist das?
Hier erfahren Sie, was diese Erkrankung medizinisch kennzeichnet und wie sie definiert wird.
Bei der Schilddrüsenunterfunktion produziert die Schilddrüse zu wenig der Hormone T4 (Thyroxin) und T3 (Trijodthyronin). Diese Hormone beeinflussen u. a. Energieumsatz, Herzfrequenz, Verdauung, Temperaturregulation und psychisches Wohlbefinden.
Der Körper versucht den Mangel über das Steuerhormon TSH (aus der Hypophyse) auszugleichen. Typisch ist daher: TSH erhöht, freies T4 erniedrigt (oder in frühen Stadien noch normal).
Man unterscheidet:
- Primäre Hypothyreose (Schilddrüse selbst betroffen, häufigste Form)
- Sekundäre Hypothyreose (Steuerung in Hypophyse/Hypothalamus)
Ursachen
Die folgenden Informationen erläutern, welche Faktoren zur Entstehung dieser Erkrankung beitragen können.
Die häufigste Ursache in Deutschland ist eine Autoimmunerkrankung.
Hashimoto-Thyreoiditis führt dazu, dass das Immunsystem Schilddrüsengewebe angreift und die Hormonproduktion sinkt.
Weitere Ursachen:
- Entfernung/Radiojodtherapie der Schilddrüse
- Jodmangel oder (seltener) Jodüberschuss
- Bestimmte Medikamente (z. B. Amiodaron, Lithium)
- Entzündungen der Schilddrüse
Schwangerschaft und Wochenbett können die Schilddrüsenfunktion ebenfalls beeinflussen.
Symptome
Dieser Abschnitt beschreibt die typischen Anzeichen und Beschwerden, auf die Sie achten sollten.
Die Symptome sind oft unspezifisch und entwickeln sich schleichend:
- Müdigkeit, Antriebslosigkeit
- Gewichtszunahme
- Kälteempfindlichkeit
- Trockene Haut, brüchige Haare
- Verstopfung
- Depressive Verstimmung, Konzentrationsprobleme
- Langsamer Puls
Warnzeichen sind starke Müdigkeit mit Verwirrtheit, Unterkühlung oder Kreislaufproblemen (sehr selten, Notfall) sowie neu auftretende Knoten/Schwellungen am Hals.
Diagnose
Im Folgenden erfahren Sie, wie diese Erkrankung durch ärztliche Untersuchungen festgestellt wird.
Die Diagnose erfolgt durch Blutuntersuchungen:
- TSH
- freies T4 (ggf. freies T3)
- Antikörper (z. B. TPO-AK) bei Verdacht auf Hashimoto
Je nach Befund kann Ultraschall sinnvoll sein.
Im Rahmen einer Online-Konsultation können Laborwerte eingeordnet und eine Therapie geplant werden. Für Verlaufskontrollen sind regelmäßige Werte wichtig.
Behandlung
Hier werden die verfügbaren Therapieoptionen und deren Wirkungsweise erläutert.
Standardtherapie ist L-Thyroxin (Levothyroxin) als Tablette. Es ersetzt das fehlende Schilddrüsenhormon.
Einnahme: meist morgens nüchtern, mit Abstand zu Kaffee, Calcium- oder Eisenpräparaten (sonst schlechtere Aufnahme).
Dosis wird individuell gesteigert und anhand von TSH/fT4 angepasst. Eine zu hohe Dosis kann zu Unruhe, Herzrasen oder Gewichtsabnahme führen.
Wichtige Kontraindikationen/Vorsicht:
- Unbehandelte Nebenniereninsuffizienz
- Bestimmte Herzrhythmusstörungen oder koronare Herzerkrankung (Dosis vorsichtig anpassen)
Verfügbare Medikamente
Für die Behandlung stehen verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente zur Verfügung. Klicken Sie auf ein Medikament, um mehr über Wirkung, Dosierung und Nebenwirkungen zu erfahren.

Jodthyrox
Levothyroxin-Natrium (T4) / Kaliumjodid

L-Thyroxin
Levothyroxin-Natrium (T4)

Novothyral
Levothyroxin (T4) / Liothyronin (T3)

Prothyrid
Levothyroxin (T4) / Liothyronin (T3)

Thyronajod
Levothyroxin-Natrium (T4) / Kaliumjodid
Prävention
Dieser Abschnitt gibt Hinweise zur Vorbeugung und zur Reduzierung von Risikofaktoren.
Nicht jede Hypothyreose ist vermeidbar, insbesondere Autoimmunformen.
Bei Risikogruppen (z. B. familiäre Belastung, Frauen nach Schwangerschaft, bekannte Autoimmunerkrankungen) sind regelmäßige Kontrollen sinnvoll.
Eine ausreichende Jodzufuhr über Ernährung kann bei Jodmangel vorbeugen.
FAQ
Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu diesem Thema.
Möchten Sie eine ärztliche Beurteilung?
Füllen Sie den medizinischen Fragebogen aus. Ein zugelassener Arzt prüft Ihre Angaben und empfiehlt bei Eignung eine passende Therapie.
Wichtiger Hinweis
Diese Inhalte dienen der allgemeinen Information. Bei starken Schmerzen, Luftnot, Bewusstseinsstörungen, Fieber > 39°C oder schnell zunehmenden Beschwerden bitte sofort ärztliche Hilfe () in Anspruch nehmen.
Verwandte Behandlungen
Weitere Behandlungen aus dem Bereich Allgemeine Medizin, die Sie interessieren könnten.
Asthma
Wir prüfen Beschwerden und mögliche Warnzeichen, damit der nächste Schritt sicher eingeordnet werden kann.
Medizinisches Cannabis
Kurzer Check zu Beschwerden, Vorerkrankungen und bisherigen Therapien zur medizinischen Einordnung.
Allergischer Schnupfen (Heuschnupfen)
Ein kurzer Fragebogen hilft, Symptome, Auslöser und bisherige Behandlung zu erfassen.
Raucherentwöhnung
Kurzer Check zu Konsum, Motivation und Rahmenbedingungen – für passende Optionen.
