Was ist Viani mite?
Viani mite ist ein Kombinationsinhalator von GlaxoSmithKline, der den langwirksamen Beta-2-Agonisten Salmeterol und das inhalative Kortikoid Fluticasonpropionat enthält. Es ist wirkstoffgleich mit Seretide und wird unter dem Markennamen Viani in einigen Regionen vertrieben.
Die Bezeichnung "mite" steht für die niedrige Dosierung (50/100 µg), die für Patienten mit leichterem bis mittelschwerem Asthma geeignet ist. Viani ist auch in höheren Dosierungen erhältlich.
Der Inhalator ist als Diskus (Pulverinhalator) verfügbar und wird 2x täglich inhaliert.
Wirkstoffe & Wirkungsweise
Wirkstoff: Salmeterol, Fluticasonpropionat
Viani wirkt über zwei komplementäre Mechanismen:
Salmeterol (LABA):
- Langanhaltende Bronchodilatation (12 Stunden)
- Hohe Beta-2-Selektivität
- Langsamer Wirkungseintritt (10-20 Minuten)
- Partialagonist
Fluticasonpropionat (ICS):
- Starke entzündungshemmende Wirkung
- Hohe Rezeptoraffinität
- Geringe systemische Bioverfügbarkeit
- Schützt vor Asthmaanfällen
Kombinierter Nutzen: Bessere Asthmakontrolle als die Einzelwirkstoffe. Salmeterol und Fluticason verstärken gegenseitig ihre Wirkung.
Für wen ist es geeignet?
Viani mite ist geeignet für:
- Asthma bei Erwachsenen und Kindern ab 4 Jahren
- Wenn ICS allein nicht ausreicht
- Als Erhaltungstherapie
Nicht geeignet:
- Als Notfallmedikament (Salmeterol wirkt zu langsam)
- Für MART-Therapie
- Als alleinige Bedarfstherapie
Wichtig: Immer zusätzlich schnellwirksamen Reliever (Salbutamol) bereithalten!
Verfügbare Dosierungen
Viani mite Diskus:
- 50/100 µg (Salmeterol/Fluticason) pro Einzeldosis
Weitere Viani-Dosierungen:
- 50/250 µg
- 50/500 µg
Dosierung:
- 1 Inhalation 2x täglich
- Morgens und abends zur gleichen Zeit
- Stärke je nach Schweregrad
Einnahmehinweise
Diskus: 1. Daumen auf Daumenstütze, Diskus aufklappen (Klick) 2. Hebel zurückschieben (Dosis wird geladen) 3. Tief ausatmen (nicht in den Diskus) 4. Mundstück fest umschließen 5. Gleichmäßig und tief einatmen 6. Atem 10 Sekunden anhalten 7. Diskus schließen 8. Mund ausspülen und ausspucken
Wichtig:
- Regelmäßig 2x täglich
- Auch bei Beschwerdefreiheit fortsetzen
- Mund nach Inhalation ausspülen
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei:
- Überempfindlichkeit gegen Salmeterol, Fluticason oder Laktose
Vorsicht bei:
- Schweren Herzerkrankungen
- Schilddrüsenüberfunktion
- QT-Verlängerung
- Diabetes mellitus
- CYP3A4-Hemmer-Therapie
Schwangerschaft: Nur bei klarer Indikation.
Stillzeit: Nutzen-Risiko-Abwägung.
Mögliche Nebenwirkungen
Häufig (1-10%):
- Mundsoor
- Heiserkeit
- Kopfschmerzen
- Muskelkrämpfe
Gelegentlich:
- Tremor
- Herzklopfen
- Hautausschlag
Selten:
- Systemische Kortikoideffekte bei hohen Dosen
- Paradoxer Bronchospasmus
- Angioödem
Vorbeugung: Mund nach Inhalation ausspülen.
Wechselwirkungen
Wechselwirkungen:
- Ritonavir, Cobicistat – erhöhte Fluticason-Spiegel (meiden!)
- Betablocker – können Salmeterol aufheben
- CYP3A4-Hemmer (Ketoconazol)
- QT-verlängernde Medikamente
Häufige Fragen
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Wichtiger Hinweis
Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt. Lesen Sie vor der Einnahme die Packungsbeilage.





