Was ist Spedra?
Spedra ist ein modernes Medikament zur Behandlung der erektilen Dysfunktion mit dem Wirkstoff Avanafil. Es wurde 2013 zugelassen und ist damit der neueste PDE-5-Hemmer auf dem Markt.
Das Besondere an Spedra ist der sehr schnelle Wirkungseintritt: Bei manchen Männern wirkt das Medikament bereits nach 15 Minuten – deutlich schneller als alle anderen PDE-5-Hemmer. Dies ermöglicht maximale Spontaneität.
Spedra wurde von Anfang an mit dem Ziel entwickelt, schneller zu wirken und weniger Nebenwirkungen zu verursachen. Der Wirkstoff Avanafil ist hochselektiv für PDE-5 und beeinflusst andere Enzyme weniger als ältere Wirkstoffe dieser Klasse.
Das Medikament ist verschreibungspflichtig und wird von Menarini vertrieben.
Wirkstoffe & Wirkungsweise
Wirkstoff: Avanafil
Avanafil gehört zur Gruppe der PDE-5-Hemmer, wirkt aber aufgrund seiner chemischen Struktur besonders schnell und selektiv.
Der Mechanismus: Bei sexueller Erregung wird Stickstoffmonoxid (NO) freigesetzt, das die Produktion von cGMP aktiviert. cGMP entspannt die Blutgefäße im Penis, mehr Blut fließt ein, eine Erektion entsteht.
Das Enzym PDE-5 baut cGMP ab. Avanafil hemmt dieses Enzym, sodass cGMP länger wirkt und die Erektion unterstützt wird.
Warum Avanafil so schnell wirkt: Die chemische Struktur von Avanafil ermöglicht eine schnelle Aufnahme ins Blut und einen raschen Wirkungseintritt. Anders als bei älteren PDE-5-Hemmern kann die Wirkung bereits nach 15 Minuten spürbar sein.
Hohe Selektivität: Avanafil ist besonders selektiv für PDE-5. Es beeinflusst andere PDE-Enzyme (die z.B. in den Augen oder im Herz-Kreislauf-System vorkommen) weniger als Sildenafil. Dies könnte zu weniger Nebenwirkungen führen.
Für wen ist es geeignet?
Spedra eignet sich für Männer, die:
Maximale Spontaneität wünschen:
- Einnahme kurz vor dem Geschlechtsverkehr möglich (15-30 Min.)
- Keine lange Vorausplanung nötig
- Ideal für ungeplante intime Momente
Weniger Nebenwirkungen wünschen:
- Hohe Selektivität kann zu besserer Verträglichkeit führen
- Weniger Sehstörungen als bei Sildenafil
- Möglicherweise weniger Kopfschmerzen
Andere PDE-5-Hemmer nicht optimal vertragen:
- Alternative bei Unverträglichkeiten
- Unterschiedliches Nebenwirkungsprofil
Typische Indikationen:
- Erektile Dysfunktion verschiedener Ursachen
- Organisch, psychisch oder gemischt bedingte ED
- Diabetiker mit Erektionsproblemen
Verfügbare Dosierungen
Verfügbare Dosierungen:
- 50 mg – Niedrigste Dosis
- 100 mg – Empfohlene Anfangsdosis
- 200 mg – Maximale Einzeldosis
Dosierungsempfehlungen:
- Standard: 100 mg etwa 15-30 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr
- Bei guter Wirkung: Kann bei 100 mg bleiben
- Bei unzureichender Wirkung: Steigerung auf 200 mg
- Bei starken Nebenwirkungen: Reduktion auf 50 mg
Ältere Männer: Keine routinemäßige Dosisanpassung erforderlich.
Maximaldosis: 200 mg pro Tag, nicht häufiger als einmal täglich
Einnahmehinweise
Einnahme:
- Etwa 15-30 Minuten vor dem geplanten Geschlechtsverkehr
- Mit einem Glas Wasser
- Mit oder ohne Nahrung möglich
- Sehr fettreiche Mahlzeiten können den Wirkungseintritt leicht verzögern
Der Vorteil der schnellen Wirkung: Mit Spedra müssen Sie nicht so lange im Voraus planen wie mit anderen Potenzmitteln. Bei den meisten Männern wirkt es innerhalb von 15-30 Minuten – manchmal sogar noch schneller.
Wirkdauer: Die Wirkung hält etwa 6-12 Stunden an. In diesem Zeitraum sind bei sexueller Stimulation Erektionen möglich.
Häufigkeit: Maximal eine Dosis pro 24 Stunden.
Alkohol: Mäßiger Alkoholkonsum ist möglich. Übermäßiger Alkohol kann jedoch die Wirksamkeit verringern.
Gegenanzeigen
Absolute Kontraindikationen:
- Nitrat-Einnahme: Kombination mit Nitraten oder Amylnitrit ist streng kontraindiziert wegen Gefahr eines schweren Blutdruckabfalls
- Schwere Herzerkrankungen: Herzinfarkt in den letzten 6 Monaten, instabile Angina pectoris, schwere Herzinsuffizienz
- Niedriger Blutdruck (unter 90/50 mmHg)
- Unkontrollierter Bluthochdruck (über 170/100 mmHg)
- Kürzlicher Schlaganfall
- Schwere Leberinsuffizienz
- Erbliche Netzhauterkrankungen
- Gleichzeitige starke CYP3A4-Hemmer (Ketoconazol, Ritonavir, etc.)
Vorsicht bei:
- Anatomischen Penisdeformitäten
- Erkrankungen mit Priapismus-Risiko
- Mittelschwerer Leber- oder Niereninsuffizienz
Mögliche Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen (1-10%):
- Kopfschmerzen
- Gesichtsrötung (Flush)
- Verstopfte Nase
Gelegentlich (0,1-1%):
- Schwindel
- Rückenschmerzen
- Hitzegefühl
- Nasennebenhöhlenbeschwerden
- Verdauungsstörungen
Selten, aber ernst:
- Priapismus: Schmerzhafte Erektion über 4 Stunden – sofort ärztliche Hilfe
- Plötzlicher Sehverlust: Sofort zum Arzt
- Plötzlicher Hörverlust: Umgehend ärztliche Abklärung
Im Vergleich: Aufgrund der hohen Selektivität von Avanafil treten Sehstörungen (Blauschleier) seltener auf als bei Sildenafil. Auch Kopfschmerzen scheinen in Studien etwas seltener zu sein.
Wechselwirkungen
Absolut kontraindiziert:
- Nitrate und NO-Donatoren: Lebensbedrohlicher Blutdruckabfall
- Starke CYP3A4-Hemmer: Ketoconazol, Itraconazol, Ritonavir (Kontraindikation)
Wichtige Wechselwirkungen:
- Moderate CYP3A4-Hemmer (Erythromycin, Fluconazol): Maximaldosis 100 mg in 24 Stunden
- Alpha-Blocker: Blutdrucksenkung möglich, niedrigste Dosis beginnen
- Blutdruckmedikamente: Additive blutdrucksenkende Wirkung
- Andere PDE-5-Hemmer: Keine Kombination
- Grapefruitsaft: Kann Avanafil-Spiegel leicht erhöhen
Häufige Fragen
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Wichtiger Hinweis
Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt. Lesen Sie vor der Einnahme die Packungsbeilage.




