Was ist Eletriptan?
Eletriptan ist ein Triptan der zweiten Generation, das sich durch eine hohe Wirksamkeit auch bei schweren Migräneattacken auszeichnet. Es hat eine gute ZNS-Penetration und zeigt in Studien oft eine bessere Wirkung als Sumatriptan.
Das Medikament ist besonders für Patienten interessant, bei denen andere Triptane nicht ausreichend wirken. Die Verträglichkeit ist gut, und die Nebenwirkungsrate vergleichbar mit anderen Triptanen.
Der bekannte Markenname ist Relpax®.
Wirkstoffe & Wirkungsweise
Wirkstoff: Eletriptan
Eletriptan wirkt als hochselektiver Serotonin-Agonist:
Wirkmechanismus:
- Hohe Affinität zu 5-HT1B/1D-Rezeptoren
- Verengung erweiterter kranialer Gefäße
- Hemmung der CGRP-Freisetzung
- Blockade trigeminaler Schmerzsignale
Besonderheiten:
- Hohe Selektivität für relevante Rezeptoren
- Gute Lipophilie – penetriert gut ins ZNS
- Konsistente Wirkung bei schweren Attacken
Wirkungseintritt:
- 30 Minuten bis 1 Stunde
- Wirkdauer: 24 Stunden
Für wen ist es geeignet?
Eletriptan ist geeignet für:
- Erwachsene mit akuten Migräneattacken
- Patienten, bei denen andere Triptane nicht ausreichend wirken
- Schwere Migräneattacken
Besonders geeignet bei:
- Non-Respondern auf andere Triptane
- Häufiger Wiederkehr der Kopfschmerzen
- Bedarf an zuverlässiger Wirkung
Nicht geeignet bei:
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Schwerer Leberinsuffizienz
- Gleichzeitiger Einnahme starker CYP3A4-Hemmer
Verfügbare Dosierungen
Tabletten:
- 20 mg
- 40 mg (Standarddosis)
Empfohlene Dosierung:
- Standarddosis: 40 mg
- Bei geringerem Ansprechen: 80 mg versuchen
- Nach 2 Stunden wiederholen möglich
- Maximum: 80 mg in 24 Stunden
Einnahmehinweise
Einnahme:
- Bei Kopfschmerzbeginn einnehmen
- Mit Wasser schlucken
- Unabhängig von Mahlzeiten
- Nicht während der Aura
Zeitpunkt:
- Frühe Einnahme verbessert die Wirkung
- Bei Wiederkehr: Nach 2 Stunden wiederholen
- Wenn erste Dosis unwirksam: Keine zweite für dieselbe Attacke
Gegenanzeigen
Eletriptan darf nicht eingenommen werden bei:
- Koronarer Herzkrankheit, Vasospasmen
- Herzinfarkt, Schlaganfall, TIA in der Vorgeschichte
- Peripherer arterieller Verschlusskrankheit
- Schwerer oder unkontrollierter Hypertonie
- Schwerer Leberinsuffizienz
- Hemiplegischer oder Basilaris-Migräne
- Gleichzeitiger Einnahme starker CYP3A4-Hemmer (Ketoconazol, Itraconazol, Clarithromycin, Ritonavir)
- Ergotamin-Einnahme (24h Abstand)
Vorsicht bei:
- Mittlerer Leberinsuffizienz
- Kardiovaskulären Risikofaktoren
Mögliche Nebenwirkungen
Häufig (1-10%):
- Schwindel
- Benommenheit
- Müdigkeit, Asthenie
- Parästhesien
- Kopfschmerzen
Triptanspezifische Empfindungen:
- Wärmegefühl
- Engegefühl in Brust/Hals
- Kribbeln, Taubheit
- Druckgefühl
Gelegentlich:
- Herzklopfen
- Hypertonie
- Mundtrockenheit
- Bauchschmerzen
Selten:
- Koronarspasmen
- Allergische Reaktionen
Wechselwirkungen
Kontraindiziert mit:
- Starken CYP3A4-Hemmern (Ketoconazol, Itraconazol, Clarithromycin, Ritonavir, Nelfinavir)
- Ergotamin (24h Abstand)
- Anderen Triptanen am gleichen Tag
Vorsicht bei:
- Moderaten CYP3A4-Hemmern (Erythromycin, Verapamil, Fluconazol)
- SSRI/SNRI (Serotoninsyndrom)
- Propranolol (leichte Erhöhung der Eletriptan-Spiegel)
Häufige Fragen
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Wichtiger Hinweis
Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt. Lesen Sie vor der Einnahme die Packungsbeilage.



