Überblick
In diesem Abschnitt erhalten Sie einen Überblick über das Krankheitsbild und seine Relevanz für Ihre Gesundheit.
Rosacea ist eine häufige, chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die vor allem das Gesicht betrifft. Schätzungen zufolge leiden in Deutschland mehrere Millionen Menschen daran, häufig ohne es zu wissen. Erste Symptome werden oft mit empfindlicher Haut oder Akne verwechselt.
Typisch für Rosacea sind anhaltende Rötungen, sichtbare Äderchen und entzündliche Hautveränderungen. Die Erkrankung verläuft in Schüben und kann unbehandelt fortschreiten, was für viele Betroffene eine erhebliche psychische Belastung darstellt.
Die gute Nachricht: Rosacea lässt sich heute sehr gut behandeln. Mit modernen Therapien können Symptome deutlich reduziert und das Fortschreiten der Erkrankung gebremst werden – auch nach ärztlicher Prüfung im Rahmen einer Online-Konsultation.
Was ist das?
Hier erfahren Sie, was diese Erkrankung medizinisch kennzeichnet und wie sie definiert wird.
Rosacea ist eine chronische Erkrankung der Gesichtshaut, bei der es zu einer Fehlregulation der Blutgefäße und des Immunsystems kommt. Die genaue Ursache ist noch nicht vollständig geklärt.
Charakteristisch ist eine anhaltende Erweiterung der oberflächlichen Blutgefäße, was zu Rötungen und Hitzegefühlen führt. Zusätzlich kommt es zu entzündlichen Veränderungen mit Papeln und Pusteln, die äußerlich an Akne erinnern können.
Wichtig ist die Abgrenzung zur Akne vulgaris: Bei Rosacea fehlen Mitesser, und die Erkrankung tritt meist erst im Erwachsenenalter auf. Zudem reagieren Betroffene häufig sehr empfindlich auf äußere Reize.
Ursachen
Die folgenden Informationen erläutern, welche Faktoren zur Entstehung dieser Erkrankung beitragen können.
Die Entstehung der Rosacea ist multifaktoriell. Mehrere Faktoren wirken zusammen und begünstigen die Erkrankung.
Gefäßveränderungen spielen eine zentrale Rolle. Die Blutgefäße im Gesicht reagieren überempfindlich und erweitern sich bei bestimmten Reizen stärker als normal.
Entzündliche Prozesse und eine Fehlregulation des angeborenen Immunsystems tragen zur Ausbildung von Papeln und Pusteln bei.
Auslösende Faktoren (Trigger) können Rosacea-Schübe verstärken. Häufige Trigger sind:
- Sonnenexposition
- Hitze oder Kälte
- Alkohol, insbesondere Rotwein
- Scharfes Essen
- Stress
- Bestimmte Kosmetika
Auch genetische Faktoren scheinen eine Rolle zu spielen.
Symptome
Dieser Abschnitt beschreibt die typischen Anzeichen und Beschwerden, auf die Sie achten sollten.
Rosacea zeigt sich in unterschiedlichen Ausprägungen, die sich im Verlauf verändern können.
Typische Symptome sind:
- Anhaltende oder schubweise Gesichtsrötungen
- Sichtbare, erweiterte Äderchen (Teleangiektasien)
- Entzündliche Papeln und Pusteln
- Brennen oder Stechen der Haut
Betroffen sind vor allem Wangen, Nase, Stirn und Kinn.
In fortgeschrittenen Fällen kann es zu einer Verdickung der Haut kommen, insbesondere an der Nase (Rhinophym).
Warnzeichen, die ärztlich abgeklärt werden sollten, sind:
- Augenbeteiligung (Rötung, Trockenheit, Fremdkörpergefühl)
- Zunehmende Hautverdickungen
- Fehlende Besserung trotz Behandlung
Diagnose
Im Folgenden erfahren Sie, wie diese Erkrankung durch ärztliche Untersuchungen festgestellt wird.
Die Diagnose der Rosacea erfolgt in der Regel anhand des typischen Hautbildes und der Krankengeschichte.
Laboruntersuchungen sind meist nicht notwendig. Wichtig ist die Abgrenzung zu anderen Hauterkrankungen wie Akne, perioraler Dermatitis oder Lupus erythematodes.
Bei Augenbeschwerden kann eine augenärztliche Mitbeurteilung erforderlich sein.
Im Rahmen einer Online-Konsultation können Fotos des Hautbildes, Angaben zu Symptomen und bekannten Triggern zur ärztlichen Einschätzung herangezogen werden.
Behandlung
Hier werden die verfügbaren Therapieoptionen und deren Wirkungsweise erläutert.
Die Behandlung der Rosacea richtet sich nach Schweregrad und Ausprägung der Symptome.
Topisches Metronidazol wirkt entzündungshemmend und ist eine bewährte Basistherapie. Es wird als Gel oder Creme aufgetragen und ist meist gut verträglich.
Ivermectin-Creme wirkt sowohl entzündungshemmend als auch antiparasitär und ist besonders bei entzündlichen Papeln und Pusteln wirksam.
Orale Antibiotika wie Doxycyclin können bei mittelschweren bis schweren Verläufen eingesetzt werden. Sie wirken in niedriger Dosierung vor allem entzündungshemmend.
Weitere Maßnahmen:
- Laser- oder Lichttherapie bei ausgeprägten Rötungen
- Konsequenter Sonnenschutz
- Hautschonende Pflege
Wichtige Hinweise:
- Kortisonhaltige Cremes sind bei Rosacea kontraindiziert, da sie die Erkrankung verschlimmern können.
Verfügbare Medikamente
Für die Behandlung stehen verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente zur Verfügung. Klicken Sie auf ein Medikament, um mehr über Wirkung, Dosierung und Nebenwirkungen zu erfahren.
Prävention
Dieser Abschnitt gibt Hinweise zur Vorbeugung und zur Reduzierung von Risikofaktoren.
Eine vollständige Heilung der Rosacea ist nicht möglich, jedoch lässt sich der Verlauf positiv beeinflussen.
Das Vermeiden individueller Trigger spielt eine zentrale Rolle. Viele Betroffene profitieren davon, persönliche Auslöser zu identifizieren und konsequent zu meiden.
Empfohlen werden:
- Täglicher Sonnenschutz
- Milde, reizfreie Hautpflege
- Verzicht auf aggressive Kosmetika
Eine frühzeitige Behandlung kann helfen, ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern.
FAQ
Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu diesem Thema.
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Wichtiger Hinweis
Diese Inhalte dienen der allgemeinen Information. Bei starken Schmerzen, Luftnot, Bewusstseinsstörungen, Fieber > 39°C oder schnell zunehmenden Beschwerden bitte sofort ärztliche Hilfe () in Anspruch nehmen.
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